Letztes Wochenende habe ich mir, auf Anfrage eines Schulfreundes, einen “stayfriends“-Account eingerichtet. Das soll ihm helfen, das 15 Jahre-Abi-Treffen zu organisieren. Ist eine echt nette Seite im Stil von Schüler-VZ und ähnlichen Community-Seiten aber mit einer Sortierung nach Schule und Jahrgängen. Das ist wirklich gut gemacht. So haben sich mittlerweile über die Hälfte meiner Abi-Kollegen dort eingetragen, und ich konnte diese direkt finden. So weit so gut.
Ich habe längere Zeit darüber nachgedacht, ob ich überhaupt meinen Beruf eintragen soll, und wenn ja, wie. Schreibe ich einfach nur “Kaufmann” oder doch besser den englischen Titel “Head of Purchasing”, oder “Verkäufer von Spielzeug für Erwachsene”. Ich habe mich dann für “Produktmanager für ferngesteuerte Modellhubschrauber” entschieden und musste spontan über mich selbst lachen. Wie bin ich das bloß geworden und wie viele mag es mit diesem Beruf in Deutschland geben? Ich wundere mich bei bestimmten Doku-Sendungen im Fernsehen des öfteren über den Untertitel, dort steht dann gerne so etwas wie “Legosteindesigner”, “Lacklaborant” oder “Experimental-Archäologe” und ich frage mich stets, wie man das wohl wird und als Beruf ergreift. Jetzt habe ich wohl auch so einen total “bekloppten” Beruf.
Eigentlich könnte mein Job richtig toll sein, den ganzen Tag spielen und sich schöne Dinge ausdenken, die das Piloten- und Modellbauer-Herz höher schlagen lassen.
Leider sieht die Realität etwas anders aus. Die meiste Zeit diskutiere ich über unglaublich langweilige Dinge, die sehr wenig mit Modell-Hubschrauber fliegen zu tun haben. Heute, ganz frisch, habe ich folgendes Problem zu lösen: …weiterlesen!