Hier meine persönliche Filmkritik zu “The Expendables”, was sein muss, muss sein.

Kinokarten für "The Expendables"

Kinokarten für "The Expendables"

Als die ersten Gerüchte aufkamen, alle meine Jugendhelden würden in einem Film auftreten, konnte ich es kaum glauben, das hörte sich einfach zu gut an. Doch dann folgte schnell die Ernüchterung, schlechte Kritiken wo man hinsah und hinhörte. Schade dachte ich, lies mich aber nicht entmutigen und bin daher am Samstag doch ins Kino gegangen und habe mir den Film angesehen.

Ich habe meinen Chef schon im Ohr “Was macht eine Filmkritik im GTOYS Blog?” – wäre er mit mir im Kino gewesen, käme diese Frage sicher nicht auf. :) Im Kino waren nur Männer und eine Frau, meine Frau um genau zu sein. Ja, ich weiß, wie kann ich so was machen? Ganz einfach, meine Frau und ich haben einen Deal, wir gehen in alle Filme gemeinsam, aber in Filmen, die ich aussuche, darf sie nie “unrealistisch, blöd” sagen und ich, in den Filmen die sie aussucht, nie “ich muss gleich kotzen” von mir geben.
Nach dem letzten “Twilight” Teil musste ich mich doch irgendwie revanchieren, oder? :)

Meine Lieblingszeitschrift, die SFT, hatte in der letzten Ausgabe eine ausführliche Kritik zu “The Expendables”.
Die SFT schreibt : “Der Film ist trotzdem schrecklich öde. Stallone vergaloppiert sich in Konventionen und Plattitüden. [...]Fazit: Der Film entspricht nicht den hohen Erwartungen.”

Liebe SFT Redaktion: Ich glaube ich muss mein Abo kündigen. ;)   Hattet ihr allen Ernstes einen unkonventionellen Film mit Tiefgang erwartet? Denn das wäre ja das Gegenteil zu einem Action-Film voll mit “Konventionen und Plattitüden”. Genau deswegen will ich den doch sehen! Ich will Sly, wie er an einem Flugzeug hängt, ich will eine Shotgun sehen, die Wachtürme sprengt und ich will platte Floskeln hören wie Arni zu Bruce: “Den Job würde nur ein Idiot annehmen!” – Sly zu Bruce: “Ich machs” – Arni:  “Wie ich bereits sagte…” . Herrlich!’

Um es auf den Punkt zu bringen, selten hat ein Film derart genau meine Erwartungen getroffen. Er ist voll sinnloser Gewalt, Blut, blöden Sprüchen, Explosionen und sinnloser Gewalt. Keine computeranimierten Zumutungen, keine Seilakrobatik, keine überflüssigen Sexzenen. Ein grundsolider Action-Film ohne Handlung. Nicht mehr und nicht weniger.
Was ich etwas Schade finde, ist die Kameraführung, wann hört diese “Unsitte” der wackelnden Kamera endlich wieder auf? Es ist eine Schande, wenn man immer nur die Hälfte sehen kann, das hilft nicht bei schlechten Kampfszenen und erst recht nicht bei eigentlich guten, wie in diesem Film.

Wer Rambo 4 mochte, wird auch “The Expendables” gerne sehen. Auch bei Rambo 4 war ich positiv überrascht, was dieser 64 Jahre alte Mann an Action auf die Beine stellt.

Mein persönlicher Tipp: Wenn jemand einen Junggesellenabschied plant, sollte er mit allen seinen Kumples in diesen Film gehen, danach in eine Table-Dance-Bar aufsuchen und den Abend zelebrieren. Ich kam mir gestern vor, als wäre ich genau in so einen hineingeraten. Lauter grölende Jungs und die Sprüche, die ich da gehört habe, waren kein Stück besser, als die auf der Leinwand. Wann darf man schon mal so schön “männlich” sein?

Übrigens war meine Frau der Meinung, der Film hätte eine Handlung gehabt, ist mir gar nicht aufgefallen. Worauf Frauen so alles achten. :)

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cwc

cwc

8. September 2010 um 13:36 Uhr | Permalink

Der Film strotzt doch voller CGI – und dann auch noch von schlechter Qualität.

“eine computeranimierten Zumutungen, (…)”

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