Leider kein Aprilscherz: Mein Reisebericht zur Messe in Shanghai 2010.
Die SIME 2010 ist eine der drei wichtigen Messen für den Modellbau in China, auch wenn wir in erster Linie wegen Modellhubschraubern hin fliegen, ist die Messe auch für Modellautos, Boote, Flächenflieger und allerlei Zubehör gedacht. Spielwaren sind aber ausgeschlossen (zumindest in der Theorie), was die Messe sehr übersichtlich gestaltet. Nur an einem Tag ist die Messe auch für private Besucher freigegeben, sonst handelt es sich um eine Fachmesse. Das darf man aber auch nicht zu ernst nehmen, bei meiner ersten Reise wurde ich noch des öfteren um Fotos mit kleinen Kindern gebeten. Da ich mir nicht vorstellen kann, dass die chinesischen Besucher Elton kennen, (dem ich angeblich ähnlich sehe) – muss es wohl an meiner rehgleichen Erscheinung liegen. Auf den letzten beiden Reisen kam dies allerdings nicht mehr vor, auch die Shanghaier haben sich wohl an “Langnasen”, die 120 Kg wiegen, gewöhnt.
Meine Reise startet diesmal am 1. April um 9:30 mit der Fahrt zum Düsseldorfer Flughafen. Ich habe Finnair gebucht, da hier die kürzeste Reisezeit angegeben wurde (ca. 13,5 Std.). Bis Helsinki (Umstieg) war alles prima.
Nach dem Einchecken ging der Ärger los. Ich hatte “Gang” gebucht, bekommen hatte ich mitte-mitte-mitte, schon mal super. Der Flieger sollte um 17:10 Uhr starten, um 17:30 h sprach dann der Pilot: “Hier leuchtet ein rotes Licht, das nicht leuchten dürfte, wir arbeiten bereits an dem Problem – wir starten in 15 Minuten.” Um 19:30 Uhr mussten wir den Flieger wieder verlassen und sollten etwas Essen gehen. Alle Restaurants hatten geschlossen, bis auf eines. Da bildete sich eine, ziemlich genau 269 Personen lange, Menschenschlange. Im Restaurant genau EIN Koch. Ich zumindest habe nichts zu essen bekommen. Neue Infos sollte es um 9:00 Uhr geben, die neue Info um 9:00 Uhr war, es gibt Infos um 10:00 Uhr. Kurz nach 10:00 Uhr sind wir dann tatsächlich gestartet. Leider konnte ich auch im Flieger nichts essen, da ich diverse Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten habe. Erst nachdem ich ohnmächtig wurde, wurde eine Banane und ein O-Saft organisiert. Nie wieder Finnair. Aus Amsterdam (KLM) kann ich zumindest irgendwie nach Hause kommen, wenn etwas schief geht. Die Wartezeit hat ja auch was gutes: Man findet schnell neue (nette) Bekannte. Christoph und dessen Freundin, die rechts von mir saßen, waren auf dem Weg nach Shanghai, um Ferien zu machen (selbst Schuld
). Es stellte sich heraus, dass er aus München kommt. Das wunderte mich dann doch, denn auch München kann man direkt nach China fliegen und spart viel Zeit. Also hakte ich nach und kam mir, schon wieder, in den April geschickt vor. “Herr Müller, Herr Meier und Mr. Guido haben zu viel für Ihren Flug bezahlt, nur Christoph hat den besten Preis erhalten.” Dieser Satz kommt so ähnlich in der Fernseh-Werbung von Flugsupermarkt.com vor. Christoph hat genau die Hälfte bezahlt und so gut 350 Euro gespart. Blöd nur: ICH hatte über Flugsupermarkt.com gebucht und er über ein Reisebüro. Wieder eine Erfahrung reicher.
In Shanghai angekommen bin ich erst einmal, noch am Flughafen, Essen gegangen. Mann, tat das gut. Um 14:00 Uhr kam ich im Hotel an und direkt der nächste Aprilscherz: Renovierungsarbeiten. Presslufthammer bearbeiteten die Fassade von morgens 7:00 Uhr bis nachts nach 24:00 Uhr. Die Klimaanlage war defekt, die Fenster klemmten. Als ich mich beschwerte, bekam ich zwar ein neues Zimmer, das war dafür verraucht und der Lärm nicht weniger gering. Ich habe praktisch drei Tage und Nächte kaum geschlafen. Da ich bisher gute Erfahrungen mit HRS gemacht habe, buchte ich auch diesmal über dieses Portal. Bei HRS.de (Hotel Reservation Service) gab und gibt es bisher keine Information oder Warnung hierzu, eine echt schwache Leistung. So was darf einfach nicht passieren, schon gar nicht zu Messezeiten und Messepreisen. Meine Bewertung zum Hotel findet sich bei Twitter.
Die Messe war diesmal sehr enttäuschend. Vermutlich sind wegen der zeitnahen Messe in Beijing (Ende April) weniger Aussteller gekommen. Leider habe ich nicht viele tolle Neuigkeiten mitgebracht. Allerdings kann ich schon mal verraten, dass es weiter Nachwuchs in der Scale Series geben wird. Auch der G18 ist auf dem besten Weg, ich habe auf der Messe das Vorserien-Muster geprüft. Fotos dazu gibt es, sobald das Produktionsmuster fertig ist, das gilt auch für den Police Patrol. Der G5 bekommt bald einen neuen voll-Alu Rotorkopf. Ich habe für den G15 und den G18 eine neue Tuning-Haube bestellt.
Die Haube wird sehr aufwendig lackiert und besteht aus GFK mit einer Einlage aus sichtbarem CFK, das sieht total stark aus. Das Foto zeigt nicht unsere Lackierung, die wird, wie bei uns üblich, überwiegend schwarz mit Akzenten aus rot und weiß. Durch die Kombination aus CFK und GFK wird die Haube nicht zu schwer, wie es bei einer reinen CFK der Fall sein würde, auch der Funkempfang mit 2.4 GHz wird so nicht gefährdet.
Die Rückreise war dann zumindest so, wie geplant. Am Flughafen noch schnell ein paar Hühnerfüße “to go” gegessen und ab in den wieder komplett ausgebuchten Flieger, mit schreienden Babys, einer kaputten Toilette inkl. langer Schlangen vor der Anderen, und irgendwo in der Nähe jemand, der vergessen hatte zu duschen. Ein ganz normaler Economy Flug also.






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Guido
20. April 2010 um 14:40 Uhr | PermalinkHRS schrieb mir aufgrund dieser Beschwerde:
Dear Sebastian,
I talked to the hotel manager, Ms,Chen, she did apology to the guest.
If the guest will go there by next opportunity, she will arrange free
upgrade for this guest.
Best Regards
James Wu | Quality Manager | HRS.cn
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