FAQ: Ist der G1 einfacher zu Fliegen als ein G15?
Die Frage klingt einfacher als sie ist. Grundsätzlich nein. Die Aussage “je größer desto besser” trifft zumindest auf Helikopter zu. Je mehr Gewicht, desto ruhiger ist das Flugverhalten. Da zwingt sich schon die nächste Frage auf: “Warum empfiehlt GTOYS dann den G1 oder G3 als Einsteiger-Modell?” Das ist wiederum recht einfach zu beantworten – wegen der Unterhaltskosten.
Ein G1 ist hart im Nehmen, einmal kurz auf die Seite Legen, kleiner Absturz – oft geht das ohne Schäden gut. Selbst bei Abstürzen aus voller Höhe (oder wie wir Düsseldorfer sagen: mit “Schmackes”) bleiben die Schäden im “Taschengeld”-Bereich. Wer einen G1 auf der Stelle in der Luft halten kann, ist ohne weiteres in der Lage direkt auf einen G15 umzusteigen – und wird sich dann wundern, wie gut und präzise der fliegt. Aber dann ist die Gefahr eines typischen Anfänger-Fehlers gebannt.
Oft kommt es vor, das absolute Anfänger einen G15 kaufen, weil in einem Forum stand “größer ist einfacher”. Dann folgt der erste Start, das Modell legt sich wegen dem Bodeneffekt direkt auf die Seite – und wir bekommen ein ziemlich ramponiertes Modell zurück mit dem Kommentar “Ich will mein Geld wieder – das Modell ist nie geflogen”.
Na klar, wir sind Schuld – wer sonst?
Ein Kippen auf die Seite hat beim G15 natürlich andere Auswirkungen als bei einem G1. Mit dem “Taschengeld” kommt man da oft nicht mehr weit. Es dauert ein bisschen, bis man die Steuerfunktionen verinnerlicht hat und das Modell senkrecht nach oben bekommt. Das kann kein Modell-Helikopter von alleine (ohne weitere, elektronische Hilfsmittel, wie z.B. einem Autopiloten) – er braucht immer Hilfe vom Piloten, egal wie gut das Modell vorher eingestellt ist.
Also noch einmal zusammengefasst:
1. Am besten mit einem Koaxial-Heli anfangen (z.B. Swiss Rescue) und erste Erfahrungen sammeln.
2. Nach ersten Erfahrungen auf G1 oder G3 umsteigen und die ersten Abstürze preiswert überstehen, ohne den Spaß am Heli-Fliegen deswegen zu verlieren.
3. Am Anfang lohnt sich ein Trainings-Landegestell, um das Kippen zu verhindern, bzw. zu erschweren.
4. Wer einen G1 stabil in der Luft halten kann, kann sich guten Gewissens einen G15 zulegen und wird nicht enttäuscht sein.
Kommentare, Pingbacks und Trackbacks
Rainer Sonntag
3. September 2010 um 22:01 Uhr | PermalinkIhr müsstet mal die Umbau-Seite des G1-Senders erneuern.Im Downloadbereich steht immer noch die alte Version ohne Display.
Guido
6. September 2010 um 08:35 Uhr | Permalink@Rainer Sonntag: Ich mache Elmar direkt mal ein “ToDo”
Guido
6. September 2010 um 10:57 Uhr | Permalink@Rainer Sonntag: Wie ich gerade erfahren habe ist die Umbauanleitung für den GT-2402 in der neuen Sender-Anleitung enthalten.
westmark
31. Oktober 2010 um 14:14 Uhr | Permalinkwas ist die beste einstelung für denn g15
Guido
2. November 2010 um 10:06 Uhr | Permalink@Westmark: Die “beste” Einstellung gibt es nicht. Wir wählen üblicherweise eine Variante, die dem Einsteiger entgegen kommt. Profis bevorzugen aggressivere Einstellungen. Bitte eine E-Mail an der Service schreiben mit Angabe des Modells, Senders und des Motors, sowie der verbauten Servos, insbesondere des Heckservos, dann können wir eine Empfehlung aussprechen. Die Angabe der Fluggewohnheiten (3D, hart oder soft, oder Anfänger?) ist ebenso wichtig.
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